Woher kommt eigentlich der Name “Pinneberg” ?

von Merle

Zu dieser Frage gibt es mehrere Theorien und bis heute lässt sich nicht eindeutig klären, wie es zu dem Namen unserer Stadt gekommen ist. In diesem Artikel werden die 3 häufigsten Theorien einmal näher beleuchtet…

Die 1te Theorie zur Namensgebung beinhaltet den Flussnamen “Pinnau”. Manche Quellen behaupten, dass Pinneberg nach ebendiesem Fluss benannt worden sei. Wahrscheinlicher ist es jedoch, wie aus dem Buch Pinneberg- ein heimatgeschichtlicher Abriss (1975) zu entnehmen ist, dass Pinneberg selbst für den Namen des Flusses zuständig war. Aus “Pinneberger Au” wurde dann so im Laufe der Zeit “Pinnau”. (Auch die “Bramau” in Bramstedt kam nach diesem Prinzip zu ihrem Namen)

Eine weitere Deutung des Namens ist, dass der im Stadtgebiet vorkommende schwere Lehmboden (Plattdeutsch: Pinnenboden) namensgebend für den Ort war. Dies würde aber immer noch nicht die Endung “-berg” erklären. Somit kommt die dritte und letzte Deutung zustande:

In ihr wird Berg als Pinn, wie ein Pflock (d.h. spitzer Berg) oder mit Pflöcken befestigter Berg ausgelegt. Im Buch Chronik von Pinneberg (1902) ist die Bemerkung zu lesen: “Das Schloss stand in der Nähe der jetzigen Wassermühle auf einem Hügel, ungefähr in der Mitte des dreieckigen Platzes, welcher zwischen Pinnau und Mühlenau gelegen ist” (S. 18). Die Überlieferung deutet sogar einen Moränenbuckel (Schuttablagerungen, welche von Gletschern in der Eiszeit vor sich hergeschoben wurden) auf dem Platz an. Vielleicht war dies ein mit Pflöcken befestigter Berg.

Klaus Groth spricht im Jahrbuch für den Kreis Pinneberg 1973 (Seite 55) die Vermutung aus, dass mit dem erwähnten Moränenbuckel die warftartige Erhebung gemeint sei, auf welcher das älteste Pinneberger Schloss gestanden hat.

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