Las Vegas, Las Vegas!
Es ist ein Wahnsinn, den man erst dann so richtig nachvollziehen kann, wenn man selbst im Wahnsinn drin ist. Es ist eine Metrople mit knapp 2 Millionen Einwohnern, und das mitten in der Wüste, dort wo sonst niemand so richtig gerne sein mag. Doch an diesem Ort im US-Staat Nevada steht alles Kopf: Die größten, teuersten und attraktivsten Hotels stehen hier direkt nebeneinander, überall sieht man Lichter und hört Geräusche von Spielautomaten, es laufen Tausende von Menschen über die berühmte “Las Vegas Boulevard”, aus aller Welt, 39 Mio. Touristen besuchen jedes Jahr die Stadt. Klingt verrückt, nicht wahr? Ist es auch! Sogar mehr als das!
Wir fuhren bereits mehrere Stunden und ich war schon fast ein bisschen gelangweilt, weil sich um mich herum eine lange Straße befand, ansonsten nur Wüste. Doch auf einmal sah ich ganz weit hinten am Horizont etwas: Das sah nach einer Stadt aus. Wir kamen näher und ich merkte, dass sie nicht so klein sein konnte. Ich sah große Gebäude, die immer größer wurden, umso näher ich kam. Und längst war mir klar: Es war nicht irgendeine Stadt; es war Las Vegas!
Als wir näher kamen, wurden diese Gebäude sehr riesig, eins größer as das andere. Ich wusste, dass waren alles Hotels! Allerdings hatte ich noch nie etwas desgleichen gesehen. In diesen rieseigen Komplexen (wir waren im “Mirage” untergebracht) war es nicht einfach nur komfortabel (d. h. guter Service, ein schönes Schwimmbad, …). Jedes Hotel war wie eine eigene Stadt, meist mit einem individuellen Thema!
Deshalb war es für mich auch sehr schwierig, festzustellen, was nun das Sehenswerteste an Las Vegas ist, oder welche Show man unbedingt gesehen haben muss. Es ist eine solche Reizüberflutung mit so vielen Spielautomaten, Kasinotischen, Lichtern, Shows, Luxusgeschäften, Limusinen usw., dass ich im ersten Moment gar nicht wusste, wo ich meine ganzen Eindrücke lassen sollte, es war einfach der Wahnsinn!
Und deshalb denke ich, dass Las Vegas nur eine Attraktion hat: Sich selbst!
Trotzden möchte ich von diesen vielen Impressionen natürlich ein paar hervorheben, um zu verdeutlichen, wie Las Vegas tickt:
- Das Las Vegas Schild: Das in der ganzen Welt bekannte “Welcome to Fabulous Las Vegas”-Schild, am einen Ende der “Las Vegas Boulevard” gibt es schon seit 1959; trotzdem wurde nie rechtlich geschützt, weshalb es sich in jedem Souvenirshop in allen möglichen Verkaufsformen wiederfindet. Täglich lassen sich etliche Touristen davor ablichten, um zu beweisen, dass sie schon da waren: im “fabulous” (=fabelhaften) Las Vegas!
- “Venetian”: Venedig in Las Vegas: Viele bekannte Dinge, wie der Campanile und die Rialto-Brücke wurden so exakt, nur etwas kleiner nachgebaut. Es ist ein wirklich riesiges Hotel, dass noch vieles mehr zu bieten hat als eine zum verwechseln ähnliche Landschaft…
- “Luxor”: Es ist eine 30-stöckige Pyramide, die einen überdachten Wasserpark, eine Zeitreise durch Ägypten, eine anrührende Ausstellung über den Untergang der „Titanic“ uvm. beinhaltet.
- “Ceasar`s Palaxe”: Dieses Hotel soll einen römischen Palast darstellen, welcher allerlei Statuen und Wasserspiele zeigt. Außerdem gibt es noch einen Unterhaltungspalast, in dem bekannte Pop-Stars auftreten, und die Caesar`s Forum Shops mit 160 Boutiquen.
- “New York New York”: Die Kopie des Originals: Die nachgebaute Kulisse zeigt mitunter die Freiheitsstatue, die Brooklyn Bridge und die populäre Skyline (u. a. mit dem Empire State Bilduing).
…
Man kann also behaupten, in der Wüste Nevadas mit ein paar Minuten Fußmarsch mehrere, weit von einander entfernte Länder sehen zu können. Zumindest sind die verschiedenen Städte, Länder etc. sehr akkurat nachgebaut worden. Trotzdem: Dieses Gebiet ist und bleibt ein Traumland, in dem ich zwar glücklicherweise ein paar Tage verbringen durfte und für einen gewissen Moment einen riesigen Hype genossen habe, in dem es sich aber meiner Meinung nach keinesfalls langfristig, lebenswert leben lässt, da es so immens der Realität wegläuft, dass man auf Dauer womöglich selbst wahnsinnig wird!





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