KETTENreAKTION
Die Anti-AKW-Bewegung macht mit breiter Unterstützung mobil gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke: Am 24. April soll unter dem Motto “KettenreAktion: Atomkraft abschalten!” eine 120 Kilometer lange Menschenkette die Atomkraftwerke Krümmel, Brokdorf und Brunsbüttel verbinden. Die Strecke führt auch über mehrere Wegpunkte in Pinneberg.
Zahlreiche bekannte Künstlerinnen und Künstler rufen zu den von der Anti-Atom-Bewegung für den 24. April geplanten Massenprotesten auf. Die Schriftsteller, Schauspieler, Musiker, Regisseure und TV-Moderatoren fordern das Ende der Atomenergienutzung und den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Zu den Unterzeichnern des Aufrufes gehören neben vielen anderen Prominenten die Schriftsteller Günther Grass, Sten Nadolny und Tilman Spengler, die Schauspielerinnen Andrea Sawatzki, Cosma-Shiva Hagen, Eleonore Weisgerber und Kristin Meyer, die Musiker Jan Delay, Udo Lindenberg, Max Mutzke und Konstantin Wecker, die Schauspieler Hannes Jaenicke, Günter Lamprecht und Wolfgang Völz, die Filmemacher Rolf Schübel und Pepe Danquart, die TV-Moderatorin und Autorin Sarah Kuttner, der Hamburger Theaterintendant und Präsident des FC St. Pauli Corny Littmann, der Präsident der Akademie der Künste in Berlin Klaus Staeck und der TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf.
„Die Stromkonzerne wollen längere AKW-Laufzeiten durchsetzen, damit sie mit ihren alten abgeschriebenen Atommeilern noch höhere Gewinne einfahren können. Dagegen formiert sich ein wachsender Protest in der Bevölkerung. Wir werden am 24. April einmal mehr deutlich machen, dass die gefährlichen Atomkraftwerke jetzt vom Netz müssen, damit der Weg frei wird für sauberen Strom. Längere Laufzeiten für alte Reaktoren verzögern nur den Umstieg auf erneuerbare Energien”, sagte der Energieexperte des BUND, Thorben Becker.
Die Organisatoren der Aktions- und Menschenkette wollen vor allem ein Wiederanfahren der Atommeiler in Brunsbüttel und Krümmel verhindern. “Brunsbüttel und Krümmel sind seit mehr als zwei Jahren nicht mehr am Netz. Strom ist trotzdem genügend da. Die Atomkraftwerke und ihre Risiken sind also entbehrlich. Wir gehen auf die Straße, damit die Pannenmeiler für immer abgeschaltet bleiben”, sagte Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact.
Die Strecke in Pinneberg kann sich auf www.anti-atom-kette.de angeschaut werden.


(4,87 von 5)