Girl’s Day – Prinzessin Lillifee geht auf den Bau
Der Vorläufer des Girl’s Days „Take our daughters and sons to work“ („nehmt unsere Töchter und Söhne mit zur Arbeit“) kommt aus den USA und forderte die Mitarbeiter auf, ihren Kindern ihre Arbeitswelt zu zeigen. Den Girl’s Day gibt es in Deutschland seit 2000, in Österreich seit 2002. Bei uns richtet er sich allerdings nicht nur an Mitarbeiterkinder, sondern an alle Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren.
Das Ziel ist es, Mädchen frauenuntypische Berufe nahezubringen, wie Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften. Bei der Berufswahl entscheiden sich immer noch viele junge Frauen für frauentypische Berufe. Da Frauen oft bessere Noten als Männer haben, sollten sie sich das auch zum Nutzen machen und sich trauen, in einem eher männertypischen Beruf zu arbeiten.
Die teilnehmenden Jugendlichen sollen sich sich den Beruf selbst auswählen, was auch 60% der Mädchen in den vergangen Jahren getan haben. Inzwischen dürfen auch bei manchen Unternehmen Jungen am Girl’s Day teilnehmen. Eventuell lernen sie dann auch einen Beruf kennen, den sie interessant finden und auch noch nicht kannten. Allerdings gibt es auch den noch recht unbekannten Boys’ Day, der Jungen typische Frauenberufe zeigen soll.
Dieses Jahr fand der Girl’s Day zum zehnten Mal statt. Anlässlich dieses Jubiläums hat Bundeskanzlerin Angela Merkel noch einmal alle Mädchen in Deutschland zur Teilnahme aufgefordert und selbst 24 Berliner Schülerinnen in den Bundestag eingeladen.

9.500 Unternehmen nahmen dieses Jahr am Girl’s Day teil und öffneten ihre Türen für die jungen, interessierten Menschen.
Bei Interesse an dem nächsten Girl’s Day, der immer am 4. Donnerstag im April stattfindet, ist rechtzeitiges Schauen im Internet auf der Seite www.girls-day.de nicht verkehrt. Foto: Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag

