Pressident » Pressident http://ths-pressident.de Schülerzeitung der Theodor-Heuss-Schule Tue, 31 May 2016 18:11:43 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8.14 Mord an der THS – Teil 3 http://ths-pressident.de/krimi-teil-3/ http://ths-pressident.de/krimi-teil-3/#comments Tue, 19 May 2015 17:10:26 +0000 http://ths-pressident.de/?p=14192 Die erste Stunde Biologie verlief gewohnt ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Tim war in Bio nie besonders gut gewesen und so blieb ihm auch der Citratcyclus, der Thema dieser Stunde war, ein Rätsel. Es war ein gutes Gefühl, Lola zu haben, denn sie tat ihr Bestes, um ihn mit ihrem bezaubernden Lächeln aufzuheitern. Im Anschluss stand eine Stunde Deutsch mit Frau Grusche auf dem Plan. Deutsch war Tims Lieblingsfach und er war aufmerksam dabei. Doch die Klassenlehrerin begann ihren Unterricht anders als sonst. Als in der Klasse Ruhe eingekehrt war, ließ sie ihren ernsten Blick über die Köpfe der Schüler schweifen und sagte schließlich mit dünner Stimme: „Das Kollegium ist von unserem Schulleiter angewiesen worden, euch alle in den Vorfall, der sich in der vergangenen Nacht in diesem Gebäude ereignet hat, einzuweihen, so weit das möglich ist. Ihr müsst jetzt alle sehr stark sein, aber ich bin sicher, ihr alle seid inzwischen alt und reif genug, zu verkraften, was passiert ist. Euer Mitschüler Hannes ist letzte Nacht hier verstorben und die Polizei hat Anlass, zu vermuten, dass es sich um eine vorsätzliche Tötung handelt. Kommissar Bärlauch ermittelt in diesem Fall. Wenn irgendjemand von euch irgendetwas weiß, dann bitte ich ihn eindringlich, sich an die Polizei zu wenden, die sich auch in den nächsten Tagen hier im Gebäude aufhalten wird. Auch wenn wir alle des Verstorbenen gedenken wollen, werden wir so gut wie möglich versuchen, unseren gewohnten Rhythmus aufrecht zu erhalten und den Unterricht fortführen.“ Frau Grusche senkte den Blick und öffnete ihre Mappe. „Ich möchte euch nun die Gelegenheit geben, über diesen schrecklichen Vorfall zu sprechen, also baut bitte einen Stuhlkreis auf.“ Anders als sonst war angesichts dieser Anweisung kein Gemaule unter den Schülern zu vernehmen und alle leisteten ihr Folge. Tim blickte sich im Raum um: Alle machten einen sehr betretenen Eindruck, einigen Mädchen liefen stumme Tränen über die Wangen. Auch Tim musste schlucken.

Frau Grusche beendete die Stunde etwas vorzeitig und Tim machte sich alleine auf in die Mensa, auch wenn er kaum Appetit verspürte. Kurz vor der Mensatür kam ihm Kommissar Bärlauch mit beiden Händen voller Schokocroissants entgegen. Geräuschvoll kauend fragte er Tim: „Oh, gut, Tim, dich wollte ich sowieso noch etwas fragen:  Weißt du, wer gestern alles bei der Theaterprobe war?“ Tim, bei dem Anblick des dicken Beamten leicht verdutzt, antwortete: „Ich schätze mal das waren wohl die Mitglieder der Theater-AG und der Aufsicht führende Lehrer Herr Pfaffka. Achso und noch der Musikreferendar Herr Korianda, der organisiert die musikalische Untermalung.“  „Danke“, nuschelte Bärlauch und stapfte seines Weges. Tim, dem bei diesem Anblick sowieso der Appetit vergangen war, wartete einige Sekunden und ging dem Kommissar dann neugierig hinterher. Dieser betrat das Büro des Schulleiters, in dem die Polizisten sich wohl für die Dauer der Ermittlungen breit gemacht hatten. Tim stellte sich auf den Gang zwischen dem Büro des Schulleiters und dem des Vertretungsplaners, doch der grüne Gymnastikball war im Moment verwaist. Timo schlüpfte in das Büro, schob den Gymnastikball beiseite und ergriff die leere Kaffeetasse vom Schreibtisch. Er schloss die Bürotür und hoffte, der Besitzer des Zimmers würde nicht so bald wiederkommen. Dann setzte er die Tasse an die Wand, drückte sein Ohr dagegen und lauschte aufmerksam nach Gesprächen aus dem Nebenraum.

Tim hörte Bärlauch schmatzen und vor sich hin grummeln, da hörte er die Tür sich öffnen und wieder schließen. Jemand betrat den Raum und nahm quietschend auf dem Stuhl platz, auf dem Tim selbst vor ein paar Stunden gesessen hatte. „Nun, Herr Pfaffka“, sprach Bärlauch mit tiefer Stimme. Zettel raschelten. „Ihren Kollegen Korianda habe ich auch bestellt, der sollte auch in Kürze zu uns stoßen. Sie sind Hans Pfaffka, 57 Jahre alt?“ Pfaffkas Stimme ertönte: „Das ist korrekt, aber jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ Bärlauch grummelte Unverständliches. Da ging die Tür wieder auf und eine weitere Person trat ein; es war Herr Korianda, der die Herren mit klarer Stimme begrüßte: „Guten Tag, wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ Bärlauch sagte: „Ah, der Korianda, richtig? Ich habe Sei erwartet. Bitte setzen Sie sich.“ Ein weiterer Stuhl knarrte. „Ich danke Ihnen beiden, dass Sie es so spontan einrichten konnten.“, sprach Bärlauch. „Wie Sie wissen, ist gestern Nacht unter Ihrer Aufsicht ein Verbrechen geschehen und meine Kollegen und ich werden keine Mühen scheuen, um diese entsetzliche Gräueltat aufzuklären. Können Sie mir zunächst einmal berichten, was gestern in der Theaterprobe passiert ist?“ Herr Pfaffka antwortete: „Ich kann es selbst kaum fassen, dass so etwas an diesem Ort und auch noch unter meiner Aufsicht geschehen ist. Mein Kollege und ich werden Sie natürlich nach Tatkräften bei Ihrer Arbeit unterstützen. Also, wir hatten eine ganz normale Probe ohne besondere Zwischenfälle, wir haben ganz in Ruhe geprobt. Ich habe mich um die Bühne gekümmert, während Hannes noch ein paar Stühle in den Requisitenraum getragen hat. Als ich fertig war, konnte ich niemanden mehr sehen und im Oberstufenfoyer war das Licht aus, also habe ich abgeschlossen und bin nach Hause gefahren.“ „Wer war denn gestern alles zugegen?“ „Also da waren wir beiden und die Schüler…warten Sie, ich habe hier eine Liste. Zwei waren gestern krank, die habe ich schon mal durchgestrichen.“  „Hatte noch jemand Zugang zum Gebäude?“ Pfaffka gab zurück: „Theoretisch hätte jeder durch den Haupteingang hereinkommen können, der war nicht abgeschlossen.“  „Okay! Dann würde ich vorschlagen, Sie beiden zeigen mir jetzt nochmal ganz genau, wo und wie Sie gestern gearbeitet haben. Bitte führen Sie mich zur Bühne!“, gebot Bärlauch. Nach allgemeinem Gerumpel vom Nachbarzimmer hörte Tim Schritte, die an seiner Tür vorbei führten und dann langsam verstummten. Er wartete noch einige Sekunden, dann machte sich Tim auf zurück zum Klassenzimmer.

Doch oben angekommen fand er eine Notiz auf seinem Platz. Sie war auf ein einfach gefaltetes,  kariertes Collegeblattpapier geschrieben, wobei der Urheber sich nicht die Mühe gemacht hatte, den fransigen Rand abzureißen. Lola musterte ihn neugierig. Beinahe zeitgleich fragten sie einander: „Was ist das?“ Lola ergriff zuerst das Wort: „Ich weiß nicht. Ich war eben kurz auf der Toilette und danach lag dieser Zettel da…“ Tim sah sich im Klassenzimmer um. Außer Lola war da niemand. Er entfaltete den Zettel.

Halte dich aus der Sache raus! Sonst verlierst du alles, was dir lieb ist!!!

„Oh, Gott!“ Tim hätte nicht gedacht, dass seine Freundin zu solch einem spitzen Schrei fähig wäre. „Bitte nimm dir das zu Herzen und gehe damit zu Bärlauch!“ „Nein, dann weiß Bärlauch, dass ich selbst ermittle.“  Zu sich selbst fügte er hinzu: „Wer hätte überhaupt wissen können, dass ich selbst nachforsche? Hat vielleicht doch jemand gemerkt, dass ich eben das Gespräch belauscht habe?“  Lola erwiderte: „Vielleicht kann Bärlauch Spuren daran sicherstellen.“ „Mhhh.“, murmelte Tim unschlüssig.

Wie soll es weitergehen?
Soll Tim das Papier zu Untersuchung zur Polizei bringen?

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Editorial 03/14 http://ths-pressident.de/editorial-0314/ http://ths-pressident.de/editorial-0314/#comments Sat, 02 May 2015 19:06:41 +0000 http://ths-pressident.de/?p=14038 Liebe Leser,

was war das eigentlich für ein Jahr 2014? Dieser Frage begegnen wir im Final-Monat Dezember an so manchen Stellen. Die einen sind erstaunt, wie schnell es mal wieder vorbeigegangen ist, andere schauen lieber gleich aufs Kommende anstatt zurückzublicken.

Weltmeister sind wir geworden, seit 25 Jahren leben wir nicht mehr durch eine Mauer in zwei deutsche Staaten getrennt. Diese und noch andere großartige Erfolge werden dieser Tage in den verschiedenen Shows der Jahresrückblicke noch einmal gezeigt und ins Gedächtnis gerufen – gleichermaßen wie auch die vielen erbitterten dramatischen Kämpfe auf der Welt: Der Kampf gegen Wirtschaftskrisen, Epidemien, politische Unru-hen, Terrorgruppen, Kriege. Kann man solche Dinge überhaupt miteinander abwägen und darüber urteilen, ob es ein gutes Jahr war?

Letztendlich zieht am Ende jeder seine ganz eigene Bilanz. Als Schülerzeitung steht un-ter unserem Schlussstrich dabei vor allem Freude und Dankbarkeit. In wieder einmal drei Ausgaben und auf unserer Internetseite stecken zahlreiche Ideen verschiedenster Themen von Schülern aller Klassenstufen. Unser Antrieb ist dabei die Resonanz, die wir von Euch erhalten: Euch mit unserem neuesten Heft über die Schulgänge laufen zu sehen, ist wirklich etwas Tolles. Zusätzlich waren die beiden Auszeichnungen vom Spie-gel und Aktion Mensch eine besonders schöne Anerkennung. Wir hoffen weiterhin auf neue Gesichter bei unseren Sitzungen (freitags um 12:40 Uhr im Redaktionsraum, links neben dem Beratungszimmer im Oberstufentrakt) und können vor allem Zuwachs aus der Mittelstufe sehr gut gebrauchen. Denn eine Schülerzeitung bleibt immer nur so gut wie ihr Nachwuchs!

Wir wünschen Euch schon jetzt ein wunder-bares Weihnachtsfest und einen richtig tollen Start ins Jahr 2015 – Pressident feiert dann üb-rigens Jubiläum, denn bald gibt es uns schon fünf Jahre lang.Im Namen aller Redakteure,

Eure Chefredaktion

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Herr Lütjen im Fotointerview http://ths-pressident.de/herr-luetjen-im-fotointerview/ http://ths-pressident.de/herr-luetjen-im-fotointerview/#comments Wed, 15 Oct 2014 17:57:54 +0000 http://ths-pressident.de/?p=13136 Ohne Worte! 8 Bilder – 8 Antworten! Uwe Lütjen im Fotointerview.
Fotos von Fabian Wieczorek, Q1e

 

1.) 113. Minute im WM-Fianle. Mario Götze schießt Deutschland zum Titel. Wie jubeln Sie?

 

2.) Sie kaufen aus Versehen ein Bier für 11,50€. Wie sieht Ihre Reaktion aus?

 

3.) Was ist Ihnen wichtiger: Kaffee oder Zeitung?

 

4.) Ein Schüler kommt auf Sie zu: “Ey diggah, Herr Lütjen Sie Kellek, was geht?”

 

5.) Ein Schüler beichtet Ihnen zwei Wochen vor Praktikumsbeginn, dass er immer noch nicht eine Bewerbung geschrieben hat.

 

6.) Ein Schüler kommt bereits ein Jahr vor Praktikumsbeginn zu Ihnen und berichtet, dass er schon einen Praktikumsplatzhat. Wie reagieren Sie?

 

7.) Sie haben sich beim Wählen vertan und unglücklicherweise die AfD (Alternative für Deutschland) gewählt.

 

8.) Was halten Sie davon, dass Sie als redseliger Mensch ein Interview geben müssen, ohne zu reden?

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In eigener Sache: Neue Chefredaktion für Pressident http://ths-pressident.de/in-eigener-sache-neue-chefredaktion-fuer-pressident/ http://ths-pressident.de/in-eigener-sache-neue-chefredaktion-fuer-pressident/#comments Tue, 04 Jun 2013 14:37:13 +0000 http://ths-pressident.de/?p=10114 Zu Beginn des kommenden Schuljahrs übernimmt eine neue Chefredaktion die Pressident-Leitung.

Pressident erhält eine neue Redaktionsleitung: Zum kommenden Schuljahr übernehmen Lina, David, Sabrina, Jonas, Nick (v.l.n.r.) und Sania die Führung des Redaktionsteams. Bereits seit Januar schreitet die Einarbeitung der neuen Nachwuchsredakteure voran. Damit aufgrund des anstehenden Abiturs von Pressident-Gründer Tim die Redaktion nicht handlungsunfähig wird, haben wir uns bereits jetzt zu diesem Schritt entschlossen.

Abschließend noch ein paar Worte vom bald ehemaligen Chefredakteur:

Dass Pressident ein (abschließend gesehen) solch großes und bekanntes Werk wurde, war mir zur Gründung der Zeitung Ende 2009 wahrlich nicht bewusst. Umso mehr gilt der Dank allen Sponsoren und Lesern, insbesondere aber dem beständig gewachsenen Redaktionsteam, das ehrenamtlich (und ohne viel Ruhm) sicherlich hauptverantwortlich dafür ist, dass neben vielen Print-Ausgaben auch ein multimediales Online-Magazin, Podiumsdiskussion und vieles mehr auf die Beine gestellt werden konnte. Großartig!

Gerade mal fünf Redakteure hatten mit der Gründung von Pressident im Jahre 2010 den Grundstein gelegt – mit einer Print-Ausgabe, die eigenhändig zusammengetackert wurde und von der die Hälfte aller Exemplare im Sekretariat liegen blieb. Die Jahre danach wurde der Stein ins Rollen gebracht, sodass wir uns umso mehr freuen, wenn wir hören, dass unsere Hefte mittlerweile wie Briefmarken “gesammelt” (und gelegentlich abgestaubt und gelesen) werden. Die Erstausgabe ist mittlerweile komplett vergriffen.

Besonders freut es mich, dass bis heute ein Heft, das 80 bis 100 Seiten umfasst, kostenlos an Interessierte abgegeben werden kann und journalistische Informationen keine Frage der Zahlungskraft ist. Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne tatkräftige Sponsoren genausowenig wie ohne treue Leser. Danke!

Tim

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Ein ganz normaler Arbeitstag http://ths-pressident.de/ganztagsschule/ http://ths-pressident.de/ganztagsschule/#comments Thu, 02 May 2013 21:52:02 +0000 http://ths-pressident.de/?p=9067 In vielen Ländern der Welt sind Ganztagsschulen etwas ganz Normales. Hierzulande hingegen hört man immer häufiger die Klagen, dass der Druck auf die Schüler bei ganztägigem Unterricht zu groß wird. Ein Pro und Contra.

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Pro: “Ganztagsschulen erleichtern das Leben von Schülern und ihrer Eltern in vielen Bereichen.”

meint Pressident-Redakteur Nick

Gebundene, teilgebundene oder offene Ganztagsschule. Bundesweit geht der Trend dahin, dass die Schule ihre Pforten von morgens bis abends geöffnet hat. Bei vielen entstehen dabei – wegen beispielsweise längerer Schulzeit oder Einmischung des Staates in die Erziehung – Bedenken. Tatsächlich aber bringen Ganztagsschulen mehrere Vorteile mit sich.

Erziehungsberechtigte oder auch Alleinerziehende werden durch Ganztagsschulen entlastet. Auch das Verhältnis und die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf wird gestärkt. Während die Kinder die Ganztagsschule besuchen, werden Hausaufgaben unter Aufsicht erledigt und es muss zu Hause weniger gemacht werden.

Ebenfalls wird die Gemeinschaft innerhalb der Klasse verbessert und das Verständnis für Schüler unterschiedlicher sozialer oder kultureller Herkunft gefördert. Außerdem erhalten die Kinder in der Schule Mittagessen, wobei auf ihre Ernährung geachtet wird. Doch nicht nur auf die Ernährung wird geachtet (ein nicht zu unterschätzender Punkt, wenn man bedenkt, wie viele Schüler ohne geregelte Mahlzeiten in den Tag leben), sondern gleichzeitig wird streng darauf geachtet, dass Möglichkeiten für Freizeitgestaltung angeboten werden, bei denen stets Lehrkräfte für Fragen oder Hilfe bereitstehen.[/two] [two_last]

Contra: “Ganztagsschulen verhindern die für Schüler so wichtige Freizeitgestaltung.”

sagt Pressident-Redakteur Tim

Man kann nicht immer alles haben. Falls die Politik möchte, dass Deutschland engagierte Ehrenamtler oder weltberühmte Musiker hervorbringt, steht das im fast unvereinbaren Gegensatz zur Ganztagsschulideologie.

Wenn es zur Normalität wird, dass Schüler morgens im Dunkeln zur Schule fahren und abends im Dunkeln wieder nach Hause kommen, wird es immer weniger Jugendlich geben, die eine von ihnen gewünschte Freizeitgestaltung vornehmen wollen. Insbesondere der sportliche Bereich hat mit der Ganztagsschule zu kämpfen. Eine Trainingseinheit pro Tag inmitten lauter Referatsvorbereitungen und Hausaufgaben ist vielleicht gerade noch möglich, doch sobald es im Spitzensport darum geht, zwei Einheiten täglich zu absolvieren scheint das ein Ding der Unmöglichkeit.

Anstatt an die Eltern oder Unternehmen zu denken, wäre es also wichtig, den Blick wieder auf die Schüler zu richten. Gerade in jungen Jahren braucht man freie Zeit, um einfach nur zu Entspannen. Selbst durch Rückzugsräume oder Bibliotheken kann und wird das Schulgebäude nie die Entspannung bieten können, die das eigene Zimmer im Eigenheim hat.

Andernfalls wird nur erreicht, dass die Unterschiede zwischen Berufswelt und Schule nach und nach schwinden: Man steht müde auf, arbeitet und geht wieder ins Bett.

 

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Umfrage
[poll id="14"]

Foto: “Cindy Lembke”, www.jugendfotos.de

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Strom sparen mit dem Smartphone: Schluss mit Stress am Morgen http://ths-pressident.de/strom-sparen-smartphone-apps/ http://ths-pressident.de/strom-sparen-smartphone-apps/#comments Fri, 01 Mar 2013 19:23:23 +0000 http://ths-pressident.de/?p=8819 In Zukunft wird unser Haus immer intelligenter. Per Smartphone können wir dann die Fenster öffnen oder die Heizung hochdrehen.

In den frühen Morgenstunden kann es schon mal etwas hektisch zugehen. Schnell noch einen Kaffee getrunken und schon geht es ab zur Arbeit. Und wer eilig das Haus verlässt, vergisst mal das eine oder andere. Meist sind es immer dieselben Fragen, die man sich dann plötzlich bei der Arbeit stellt. Ist eigentlich das Fenster geschlossen? Ist die Haustür zu? Oder ist der Herd aus? Damit könnte bald Schluss sein. In der Zukunft wird unser Haus immer intelligenter werden und könnte dabei gleichzeitig viel Energie sparen.

Vom Smartphone aus lässt sich das Haus wie eine Marionette nach Belieben managen. Bereits jetzt, in einer Zeit, wo kaum jemand sein Eigenheim aktiv übers Smartphone steuert, werden die App-Verkaufsportale mit mobilen Anwendungen für iPhones und Galaxies überrannt. Die Unternehmen, darunter Großkonzerne à la Microsoft gleichermaßen wie Fünf-Mann-Startups, drängen mit Hochdruck darauf, diesen neuen und vielversprechenden Markt zu erobern.

C: Tony Hegewald, pixelio.de

C: Tony Hegewald, pixelio.de

Denn gerade in Zeiten bzw. wegen der Energiewende kommt den ersten Menschen nach und nach die Erleuchtung sich darum Gedanken zu machen, wie man Energie einsparen kann, anstatt der Überzeugung hinterherzuhecheln, dass man ständig neue Energiequellen anzapfen muss, um den Bedarf zu decken. Und so wurde gebrainstormt, in den Chefetagen der Wolkenkratzer und am Esstisch in den Ein-Zimmer-Wohnungen. Muss die Heizung auch dann laufen, wenn man gar nicht zuhause ist? Wie kann man dem Menschen dabei helfen, sodass er nicht immer vergisst, das Licht hinter sich auszumachen?

Man benötigt dazu jede Menge Technik. Viel, viel mehr, als eine langweilige Heizung oder die unterentwickelte Lampe normalerweise heutzutage hat. Seit einigen Jahren bereits wird die Vision entwickelt, alle technischen Geräte eines Hauses miteinander zu vernetzen. Toaster, Lampen und Waschmaschinen sollen zentral gesteuert werden können bzw. sich selber steuern und z.B. ausschalten, wenn sie merken, dass sie gerade nicht gebraucht werden.

[tabs] [tab title="Energiecheck co2online"]

– Eingabe von Zählerständen z.B. für Strom und Wasser sowie dessen graphische Auswertung
- Suche von Energiespar-Fachleuten vor Ort
- Tipps zum Sparen von Strom, Heizenergie und Wasser

[/tab] [tab title="GreenPocket"]- Automatische Steuerung einzelner Gerätegruppen und Räume
- Intuitive und einfache Steuerung des Eigenheimes
- Intelligente Haushaltsgeräte notwendig! Nicht bei allen Energieversorgern nutzbar.

[/tab] [tab title="RWE Smarthome"]- Vernetztes Geräte-System aus Sensoren und Aktoren.
- Steuerung von Heizungsregelung und Haushaltsgerätesteuerung
- Intelligente Haushaltsgeräte notwendig!

[/tab] [/tabs]

Das alles ist nicht in weiter Ferne, sondern lässt sich bereits jetzt anschauen. Der Stromkonzern RWE bietet modernen Haushalten die Smartphone-App „Smarthome“ an. Wenn man sie startet, zeigt die Software alle Räume des Hauses an. Im Schlafzimmer lässt sich dann per Schieberegler die Temperatur hoch- oder runterdrehen. Fürs Wohnzimmer zeigt „Smarthome“ gerade an, ob das Licht leuchtet und gegebenenfalls wie stark. Um die App zu nutzen, sind Nachrüstungen notwendig.

Gut gedacht, aber an der flächendeckenden Umsetzung scheinen bisher alle versagt zu haben. Das Smartphone, geliebt und mit unbegrenzten Möglichkeiten, soll die Idee aufrecht erhalten. Denn Energiespar-Apps sind auf dem Vormarsch.
Die iPad-App “MyHome” des amerikanischen Unternehmens Control4 ermöglicht es, dass beim Fernsehen – das iPad dient dann als Fernbedienung – automatisch das Licht gedimmt wird. Der forschungsstarke Technologiekonzern Bosch entwickelte die App “JunkersHome”, mit der man von unterwegs aus die Heizung zuhause regulieren kann. Unter anderem Geschäftsleute, die morgens nicht wissen, wann sie nach Hause kommen, sollen als Zielgruppe erobert werden.
Siemens, Telekom, Vattenfall. Sie und tausend andere Unternehmen drängten mit energiesparenden Apps auf den Markt. Durchgesetzt hat sich bislang noch niemand. Die wenigsten Menschen nutzen bereits die Möglichkeit per Smartphone ihr Eigenheim zu managen.

Das liegt zum einen daran, dass bislang noch niemand ein umfassendes, störungsfreies Energiespar-System präsentieren konnte. Wer möchte schon 25 Apps nacheinander bedienen, um zuerst die Lampe anzumachen, dann die Heizung hochzudrehen und vielleicht noch die Spülmaschine anzumachen?
Zum anderen sind trotz staatlicher Förderung die einmaligen Investitionskosten noch immer sehr hoch. Ein einziges Thermostat von Rondostat, das automatisch zu einer bestimmten Uhrzeit die Heizung an- und ausschaltet, kostet 30 Euro für einen Heizungskörper.

Damit sich ein energiesparendes Eigenheim für den einzelnen Bürger auch rentiert, benötigt es eine einfache Plattform, von der aus das ganze Haus steuerbar ist, sowohl das Schließen der Jalousien als auch das Öffnen der Fenster. Eine Plattform, die flexibel ist und wo der Wohnungseigentümer weiß, dass sie auch in fünf Jahren noch auf dem Markt existiert.

Was allerdings bringt mir die Möglichkeit, meine Wohnung intelligent zu steuern, wenn ich zu träge bin, das Smartphone zu bedienen? Das Kölner Startup Greenpocket entwickelte weltweit als erstes Unternehmen eine Energiespar-App mit Facebook-Anbindung. Der Verbraucher kann sich dann in direkte Konkurrenz zu seinen Freunden stellen. Wer in einer Woche am meisten Energie spart, hat gewonnen.

Obwohl Greenpocket erst 2009 gegründet wurde, ist es bereits jetzt deutscher Marktführer für Software-Lösungen, mit der die Verbrauchsdaten in Echtzeit auf dem Smartphone erscheinen. Mit Hilfe der „Greenpocket-App“ hat der Verbraucher jederzeit seine Daten im Blick, weiß immer, wie viel Wasser oder Strom er am letzten Tag verbraucht hat. Vor allem aber kann man sehen, inwiefern sich der Verbrauch auf den Geldbeutel auswirkt.
„Durch ein optimiertes Verbrauchsverhalten lassen sich zwischen drei und 15 Prozent seiner Stromkosten pro Jahr einsparen“, erzählt Greenpocket-Pressesprecher Torben Pfau und ergänzt: „Langfristig ist es sinnvoll, auch seine Heizung durch intelligente Software zu steuern. Dort ist das Einsparpotenzial noch wesentlich höher.“

Pfau vermutet, dass in etwa zehn Jahren jeder moderne Haushalt über intelligente Energiesparsysteme verfügen wird.

Es dauert seine Zeit, aber die energiesparenden Apps werden kommen. Noch haben sie sich nicht durchgesetzt, aber vielleicht erleben wir einen Paukenschlag wie von Apple vor einigen Jahren, vor dem die Smartphones bereits existierten, aber nur mäßig genutzt wurden. Apple machte die Bedienung einfach und das geschlossene System für jeden einfach zu bedienen.

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Berufsmesse Einstieg http://ths-pressident.de/berufsmesse-einstieg/ http://ths-pressident.de/berufsmesse-einstieg/#comments Wed, 20 Feb 2013 20:27:24 +0000 http://ths-pressident.de/?p=8760 Am 22. und 23. Februar 2013 von 9 bis 16:00 Uhr findet die Berufsmesse “Einstieg” in den Hamburger Messehallen statt. 350 Aussteller, darunter Airbus, die Deutsche Bahn, Otto oder Siemens haben sich fürs Wochenende angekündigt. Der Eintritt ist frei.

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Jede Menge Stress vor Weihnachten http://ths-pressident.de/turbulenzen-vor-weihnachten/ http://ths-pressident.de/turbulenzen-vor-weihnachten/#comments Fri, 14 Dec 2012 16:38:16 +0000 http://ths-pressident.de/?p=8336 Der Mensa-Betreiber Dussmann verlässt die THS. Nicht einmal kündigen musste das Unternehmen – ein Vertrag wurde nie unterschrieben.

Im August war die Freude noch groß. Nach einer Übergangslösung für die Mittagsverpflegung freuten sich viele, dass die feierlich eingeweihte Mensa in Betrieb gehen konnte. Lange Schlangen bildeten sich, das Interesse am neuen Anbieter war groß. Doch die Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. Nach und nach nahmen Schüler wie Lehrer wieder Abstand von der gerade erst angebotenen Mittagsverpflegung, die Verkaufszahlen sanken – von anfangs mehreren hundert verkauften Mittagsessen auf zwischenzeitlich knapp 80. “In der letzten Zeit haben wir dann aber nicht mal mehr 40 verkauft und durch den Vormittagsverkauf manchmal mehr Umsatz gemacht als am Mittag.”, erzählt uns eine Küchenhilfe.

Die jetzige Situation kommt alles andere als überraschend. Den vorliegenden Vertrag wollte man partout nicht unterschreiben und fast monatlich drohte das Unternehmen der Stadt Pinneberg den Standort aufzugeben, sofern man keinen Zuschuss oder Festabnahme an Mittagsessen wie in Uetersen oder Elmshorn garantieren könne. Bereits als die Dussmann-Gruppe noch vor Ort war, fand schon eine Erstbegehung mit einem neuen Interessenten statt. Und so rechneten viele in der THS schon lange, dass Dussmann die THS in naher Zukunft verlassen werde. Am Donnerstag, den 13.12.2012, wurde dieser Schritt dann auch offiziell bekannt gegeben. Nur die Angestellten hofften bis zuletzt auf eine Einigung im Streit. So kam es aber nicht. Das Unternehmen aus Berlin wollte die roten Zahlen nicht länger tolerieren.

Im Rückblick betrachtet scheint viel Aufwand umsonst gewesen zu sein. Man erinnere sich an die Kündigung des Kochs und man erinnere sich an viele Treffen des Mensa-Ausschusses. Alles nur, damit die THS jetzt erst einmal erneut mit leeren Händen dasteht. Wie es nach den Weihnachtsferien weitergeht, wird sich zeigen. Langweilig wird das Thema “Mensa” wohl nie.

Verkauf am Vormittag

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Aulasperrung http://ths-pressident.de/aulasperrung/ http://ths-pressident.de/aulasperrung/#comments Mon, 10 Dec 2012 16:43:23 +0000 http://ths-pressident.de/?p=8303 Die Aula ist als Vorsichtsmaßnahme aufgrund eines Problems in der Dachstruktur gesperrt worden. Wahrscheinlich ist es alles halb so dramatisch, etwas peinlich bleibt die Situation aber trotzdem.

Mehr als zwei Jahre hat die Aula der THS gute Dienste geleistet. Für Theateraufführungen, Podiumsdiskussionen und nicht zuletzt als Mensa fand sie Verwendung. Seit Freitag, den 7.12.2012 ist sie gesperrt – das Mittagessen wird in der Cafeteria ausgegeben und kann in den Kunsträumen verzehrt werden. Die Aula ist also wieder geschlossen – dabei wäre sie doch fast so lange benutzt worden wie sie umgebaut wurde!

Im Februar 2007 sperrte die Stadt die Aula kurzerhand aufgrund eines Schimmelbefalls. Ein Jahr später entschloss sich die Stadt etwas energischer dieses Problem anzugehen, sodass man im Oktober 2008 zumindest das Dach bereits komplett erneuert hatte. Diverse Verzögerungen sorgten dann dafür, dass man nach mehr als drei Jahren im April 2010 zumindest in eine halbwegs fertige Aula schauen konnte. Seit kurzem wurde der Umbau der Aula mit der Fertigstellung der Küche und dem Angebot einer Mittagsverpflegung abgeschlossen.

Doch es scheint so, als seien beim Bau des Daches vor vier Jahren nicht alle Risiken beachtet und nachhaltig vorgebeugt worden. Nach dem Schneefall in der vergangenen Woche gibt es die Befürchtung, dass die Dachbalken dem Gewicht nicht dauerhaft standhalten könnten. Zwar weist das noch junge Dach keine schwerwiegenden Konstruktionsfehler auf, jedoch gibt es gegen derartige Belastungssituationen wie Schneemassen Sicherheitsmaßnahmen, die bei unserem Auladach noch nicht durchgeführt wurden.

Eine Nachbesserung soll das eher kleine Problem schnell beheben.  Bis zum 14.12. sollen die Reperaturmaßnahmen abgeschlossen sein – doch womöglich ist dieses Datum nur ein vorläufiges Ziel. Erst Mittwoch kommen die Handwerker, ob bis Freitag alles fertig und sicher sein wird, bleibt zweifelhaft.

Das Dach bereitet erneut Probleme

Die Erfahrungen mit öffentlichen Dächern, man denke an das Halstenbeker Knickei, haben die verantwortlichen Verwaltungsmitarbeiter in Pinneberg besonders sensibilisiert. Eine sofortige Schließung der Aula ist trotzdem konsequent und absolut zu befürworten. Offen bleibt dann aber noch die Frage, warum die Mängel in der Konstruktion überhaupt vorhanden sind und warum man diese erst jetzt festgestellt hat…

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Neues Schuljahr, viele Veränderungen http://ths-pressident.de/neues-schuljahr-viele-veraenderungen/ http://ths-pressident.de/neues-schuljahr-viele-veraenderungen/#comments Sat, 29 Sep 2012 18:40:12 +0000 http://ths-pressident.de/?p=7585 Pressident lud Schulleiter Matthias Beimel zum Redaktionsgespräch ein. Ein Ausblick auf das Schuljahr 2012/13.

Pressident: Für einige Schüler begann der erste Schultag ernüchternd. Die Pyramide ist weg. Wo ist sie hin?
Matthias Beimel: Das kann ich nicht sagen. Ich vermute, dass sie inzwischen in Sand aufgelöst ist.

Pressident: Warum ist sie weg?
Beimel: Wir sind in einer Umbausituation. Seit fünf Jahren wird an unserer Schule gebaut. Was da passiert, entzieht sich meistens meiner Kenntnis. Für das Gebäude der Schule ist die Stadt verantwortlich. Die ganze Sanierungsarbeit wird von ihr ihr geplant und durchgeführt und daran ist die Schule nicht beteiligt.

Pressident: Erläutern Sie uns das neue Innenhof-Konzept. Was haben Sie vor? Bis wann wird das umgesetzt?
Beimel: Ich kann nicht mehr sagen als das, was meine Wünsche sind. Ich stelle mir vor, dass der Innenhof irgendwann sehr schön gestaltet ist, dass es dort eine Art Amphitheater gibt, wo viele Schüler sitzen können und wo man auch etwas vorspielen kann. Wahrscheinlich aber wird es so sein, dass – wenn es soweit ist und das kann noch fünf oder zehn Jahre dauern – dann die gesamte Schule überlegt, wie der Innenhof gestaltet werden soll.
Ich bin seit über fünf Jahren hier Schulleiter und wir haben – so schätze ich – bereits jetzt den Sanierungsrekord in Schleswig-Holstein aufgestellt. Wir sind das Gymnasium, an dem am längsten saniert wird – ohne dass klar wird, wann wir fertig sind. Vielleicht wird man hier auch nie fertig. Denn zurzeit haben wir dieses Formaldehyd-Problem in den Kunst-, Biologie- und Physikräumen. Und die Stadt muss in den nächsten Jahren neue Möbel für 400.000 Euro kaufen.

Schulleiter Matthias Beimel: “Außenkicker, Klettergerüste, Gokarts…”

Pressident: Der Rest steht also erst mal hinten an?
Beimel: Womöglich wird die Stadt sagen, dass sie das Geld, das eigentlich für die Sanierung der Schule eingeplant war, für den dringenden Kauf neuer Schulmöbel ausgibt. Dabei sehen alle, wie es hier aussieht. In der Oberstufe ist die Fassade nicht fertig und viele Fenster sind kaputt. Vor allem aber sagt uns seitens der Stadt keiner, wann alle Arbeiten abgeschlossen werden. Deswegen bin ich diesbezüglich sehr unzufrieden. Das tut mir Leid, denn viel lieber würde ich an dieser Stelle sagen, dass wir nächstes Jahr alle zusammen den Innenhof gestalten, jeder Ideen einreichen darf und wir alle die beste davon aussuchen. Doch das wird nicht so sein, denn zuerst einmal muss man das gesundheitliche Problem mit den verseuchten Schulmöbeln lösen.

Pressident: Trotz Formaldehyd findet der Unterricht weiter statt.
Beimel: Damit bin ich höchst unzufrieden. Wir können aber nicht den gesamten naturwissenschaftlichen Unterricht einstellen. Die Stadt sagt, es gäbe immer noch die Möglichkeit zu lüften. Das wird natürlich auch gemacht, sodass erst einmal keine Gesundheitsgefährdung besteht, aber wir können nicht auf Dauer morgens mehrere Stunden die Fenster öffnen – vor allem nicht, da der Winter naht.

Pressident: Das Problem besteht schon länger. Warum werden die Schränke erst jetzt ausgetauscht?
Beimel: Das kann ich nicht beantworten. Ich weiß nur, dass die Stadt seit langem von diesen Problemen weiß. Bereits in den 80er-Jahren wurde festgestellt, wie gesundheitsgefährdend Formaldehyd ist, und hier an der Schule überschreiten die Werte schon lange die zulässigen Höchstwerte.

Pressident: Zu beobachten ist, dass an unserer Schule erst dann etwas passiert, wenn die Probleme durch die Presse gehen.
Beimel: In der Tat müssen wir alles erst aufbauschen und laut schreien, damit etwas passiert.

Pressident: Glauben Sie, dass sich die Kommunikationsschwierigkeiten mit einer neuen Bürgermeisterin ändern werden?
Beimel: Ich hoffe es, auch wenn die Bürgermeisterin nur ein Faktor im Kräftespiel von Verwaltung und Politik ist. Letztendlich sind es die Menschen in Pinneberg, die ein Interesse am Wohlergehen unserer Schule haben sollten. Habt ihr auch ein paar erfreulichere Themen?

Pressident: Lassen Sie uns über die neue Mittagspause reden.
Beimel: Gerne, das Essen schmeckt sehr gut.

Pressident: Also essen Sie regelmäßig selber hier?
Beimel: Ja.

Pressident: Trotz der langen Wartezeiten?
Beimel: Ich komme etwas später, damit die Schüler nicht noch wegen mir länger anstehen müssen. Allerdings bin ich mir der Probleme mit den Wartezeiten bewusst und wir werden in Zukunft auch aus unseren Fehlern lernen. Die Firma Dussmann hat ein berechtigtes Interesse, Geld zu verdienen. Das ist vollkommen legitim, aber daraus wachsen auch Schwierigkeiten, weil zum Beispiel nicht genügend Personen da sind, um Brötchen zu schmieren, zu kassieren oder das Essen auszuteilen. Im Mensa-Ausschuss der Schule haben wir die Probleme alle besprochen…

Pressident: …und lernen nun daraus?
Beimel: Ich habe mir die Mensa in einer Schule in Elmshorn angeschaut, die auch von Dussmann betrieben wird und ich hoffte, dass es auch an dieser Schule so gut laufen wird. Der große Unterschied zwischen Elmshorn und Pinneberg ist aber der, dass die Stadt Elmshorn für jeden Schüler pro Tag einen Euro an Dussmann zahlt. Damit hat die Firma ein garantiertes Einkommen und kann ganz anders arbeiten.

Pressident: Halten Sie eine Mittagspause überhaupt für notwendig? Kein Schüler würde verhungern, wenn er zwei Stunden später sein Mittagessen bekommen würde und auch früher war das kein Problem.
Beimel: Wir sind eine Ganztagsschule. Und zu einer Ganztagsschule gehört eine Mittagspause und ein warmes Essen. Dazu gehört auch ein Pausenangebot. Was nicht sein kann, sind Stundenpläne wie im letzten Jahr, wo manche Klassen acht Stunden Unterricht ohne Pause haben. Da kann keiner vernünftig lernen.

Pressident: Besonders ärgerlich ist es für diejenigen, die im Anschluss an die Mittagspause nur noch eine einzige Stunde haben.
Beimel: Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die Angebote in der Mittagspause noch erweitern können, um Dinge, die sehr sinnvoll sind und die euch viel Spaß bringen, anzubieten.. Da werden wir noch interessante Angebote bekommen.

Pressident: Welche Ideen haben Sie im Kopf?
Beimel: Wichtig ist es erst einmal, dass es mit dem Mittagessen gut läuft, damit überhaupt noch genug Zeit für unsere Angebote bleibt. Da gibt es schon die Comic-Werkstatt oder das Kletterangebote, um nur zwei zu nennen. Demnächst werden wir noch drei Gokarts für Verkehrserziehung auf dem Schulhof bekommen.Ich weiß, dass viele Schüler lieber nach Hause fahren, aber das kann sich ändern, wenn wir beliebte Angebote hier an der Schule schaffen.

Pressident: Haben Sie wegen der Mittagspause die Pausen am Vormittag verkürzt, nachdem sie vor einigen Jahren extra verlängert wurde?
Beimel: Das haben wir gemacht, weil wir dachten, dass wir unbedingt um 15:00 Uhr Schluss machen müssen für diejenigen Schüler, die mit dem Bus nach Hause fahren. Wir haben uns allerdings fest vorgenommen die Pausenzeiten wieder um fünf Minuten zu verlängern.

Pressident: Finden Sie das notwendig?
Beimel: Absolut, denn sowohl Schüler als auch Lehrer benötigen diese Zeit. Sei es, um noch etwas nachzufragen oder kurz einen Kaffee zu trinken.

Pressident: Dann wäre es schön, wenn die Pausenangebote auf dem Außenhof noch erweitert werden. Besonders die Schüler, die von der Grundschule auf die THS wechseln, erleiden einen regelrechten Kulturschock. “Gar nichts zum Spielen”, hört man öfter.
Beimel: Ich kann mir gut vorstellen, dass wir bald einen Außenkicker bekommen. Es gibt noch andere Klettergeräte, die wir aufstellen könnten. Für die älteren Schüler benötigen wir dringend Kommunikationsangebote wie Bänke und Sitzecken. Aber auch da fehlt uns momentan das Geld.

Pressident: Was haben Sie früher an Ihrem Schulhof am meisten geschätzt?
Beimel: Ich bin in Hamburg zur Schule gegangen und kann mich nur an die Asphaltflächen erinnern. Spielgeräte hat es zu meiner Zeit gar nicht gegeben. Letztlich ist das auch gar nicht so entscheidend, denn wir konnten auch ohne Geräte spielen, Huckepack-Spiele, Räuber und Gendarm, Ticken… – vielleicht etwas kindliche Spiele, die in der Gruppe aber auch Älteren ganz viel Spaß bringen. Habt ihr noch etwas richtig Erfreuliches, was ich beantworten kann?

Pressident: Sie können uns in das Konzept des geplanten Lern-Ensembles einweihen!
Beimel: Das ist ein gutes Stichwort. Wir als Schule haben in erster Linie die Aufgabe, Allgemeinbildung zu vermitteln, aber wir sollen auch besonders begabte Schüler fördern. Das Zweite kam an der THS bislang ein bisschen zu kurz. Deswegen haben wir uns überlegt, Schülern eine Möglichkeit zu geben, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten und sie darin zu unterstützen. Dabei soll die sogenannte Lernwerkstatt helfen, wo ein Lehrer sitzt und man in Ruhe arbeiten kann. Die Lernwerkstatt wird noch mit PCs und weiteren Büchern ausgestattet. Die Lernwerkstatt ist eine Rückzugsinsel, in der Kinder ihr eigenes Lernprojekt vorantreiben. Die Schüler werden dann in einer bestimmten Zeit nicht im Unterricht sein, zum Beispiel eine Stunde Deutsch und eine Stunde Englisch pro Wochen verpassen, um hier zu arbeiten. Denkbare Projekte könnten sein, ein naturwissenschaftliches Problem genauer zu untersuchen oder ein Buch zu schreiben.

Pressident: Oder kann es etwas Sportliches sein?
Beimel: Es kann auch etwas Sportliches sein. Es kann auch sein, in dieser Zeit ein Instrument zu erlernen. Wichtig ist, dass man am Ende des Projektes darüber auch sprechen, etwas vorführen oder auch Erfahrung an jüngere Schüler weitergeben kann.
Es ist also ein Geben und Nehmen. Wir wollen den Schülern die Möglichkeit geben, ihre Projekte zu verwirklichen, indem sie für sich arbeiten und die Ergebnisse der Schulgemeinschaft vorstellen.

Pressident: Welche Lehrer betreuen das?
Beimel: Von Seiten der Schulleitung ist Herr Lucke dafür zuständig und dann gibt es einzelne Lehrer, die das Projekt vorantreiben. Frau vom Schloss und Frau Brandt sind sehr aktiv. Die Lernwerkstatt wird von Herr Szemkus beaufsichtigt.

Pressident: Themenwechsel: Einige Lehrer lassen mittlerweile eigene Smartphones mit eigenen Datentarifen für die Internetrecherche zu. Wäre es nicht langsam an der Zeit, freies WLAN auf dem Schulgelände anzubieten?
Beimel: Wir haben eine Projektgruppe zur Medienpädagogik gegründet. Dahinter steckt der Gedanke, dass diese Lehrer die Schüler anleiten in Fragen wie “Was kann man im Internet machen?”, “Wie stellt man gute Filme her?” aber auch “Wie erstelle ich eine sehenswerte Powerpoint-Präsentation?”.
Ich finde es richtig, dass wir die Smartphones für den privaten Gebrauch verbieten, weil davon auch Gefahren ausgehen. Gleichzeitig weiß ich auch, dass die modernen Medien unseren Alltag mitbestimmen. Vor fünf Jahren war es mein Traum, dass unsere Schule zu einer Notebook-Schule wird. Jeder Schüler würde dann mit einem Notebook in die Schule kommen und dieses nicht dazu nutzen, um zu spielen, sondern um zu lernen, zu recherchieren und zu arbeiten.
Die aktuelle Situation sieht anders aus: Unser WLAN-Netz funktioniert leider nicht immer, weil uns viel Geld für die Modernisierung fehlt. Aber wir haben zwei Lehrer, die sich intensiv damit beschäftigen: Frau Töming und Herr Bartsch. So gut es geht versuchen wir, vernünftige mediale Lernbedingungen zu schaffen.

Pressident: Noch ein Themenwechsel: Wird der Doppeljahrgang ab nächstem Jahr in der Oberstufe zusammen unterrichtet?
Beimel: Alle in die Oberstufe versetzten Schüler sollten fachlich auf dem gleichen Stand sein, der einzige Unterschied ist also der des Alters. Insofern wäre es ein großer Fehler, die Jahrgänge getrennt zu unterrichten, weil wir so mehr Möglichkeiten haben, ein gutes Lernangebot zu stiften. Ein großes Problem gibt es allerdings: Wir müssen für einen ganzen Jahrgang Oberstufen-Bücher kaufen und benötigen 25.000 Euro. Das habe ich der Stadt mitgeteilt aber bislang noch keine Antwort erhalten. Wenn die Stadt uns das Geld nicht gibt, müssen wir das Geld von den Eltern erbitten. Wir können nicht unterrichten, indem nur jeder zweite Schüler ein Buch hat.

Pressident: Viele Schüler und Lehrer verstehen nicht, warum die so tristen Klassenräume nicht gestrichen werden dürfen. Hier haben Sie die Chance den Grund zu erklären.
Beimel: Generell vertrete ich die Meinung, dass dies Profis machen sollen. In der Vergangenheit haben wir mit dem Selbststreichen schlechte Erfahrungen gemacht.

Pressident: Lehrer haben ja sogar angeboten am Wochenende und vom eigenen Geld die Klassenräume zu streichen?
Beimel: Wenn die Klassenräume so grausam aussehen, sehe ich mir das im Einzelfall an. Dann müssen die Lehrer dies dem Schulleiter melden.

Pressident: Wie ist die aktuelle Lehrersituation an der THS?
Beimel: Wir geben in diesem Jahr in allen Fächern den vorgesehenen Unterricht. Alles in allem sind wir mit der Lehrerversorgung zufrieden. Wenn Lehrer krank werden, stehen wir immer vor dem Problem, schnell Ersatz zu finden. Der Lehrermangel ist weiterhin aktuell. Das kann man zum Beispiel daran sehen, dass wir seit drei Jahren keinen weiteren Physiklehrer finden, den wir dringend benötigen.

Pressident: Auffällig ist der häufige Einsatz von Referendaren. Generell hat sich das Kollegium in den letzten Jahren enorm verjüngt.
Beimel: Das ist auch so vorgesehen. Im Land werden Lehrer ausgebildet und da muss die Schule mit ausbilden. Auch wenn Referendare häufig etwas unerfahrener sind, sind sie keine schlechten Lehrer. Sie haben sehr viel Zeit, sie sind sehr motiviert.

Pressident: Herr Beimel, wir danken für das Gespräch.

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